Schweineproduktion: Preise im Minimum

10.12.2015

Aufzuchtferkel © Sabine Rübensaat

Damme/Hannover. Verschiedene Organisationen der Schweinehalter in Deutschland haben auf die existenzbedrohenden Niedrigpreise für Schlachtschweine und Ferkel hingewiesen und dafür in erster Linie den Lebensmittelhandel verantwortlich gemacht. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) kritisierte, dass der Kampf um die niedrigsten Einkaufspreise bei den Handelsketten die Schweinehalter bei gleich­zeitig steigenden Kosten in den Ruin treibe. Nach ihren Berechnungen sei die Differenz zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreisen in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 70 ct/kg Schweinefleisch gewachsen.


Laut ISN-Marktexperte Matthias Quaing hat der Einzelhandel die niedrigeren Einkaufspreise mit Ausnahme von Lockvogelangeboten kaum an die Kunden weitergegeben. Bei dem derzeitigen Schlachtschweinepreis von 1,25 €/kg liege der Erzeugeranteil am Ladenpreis nicht einmal bei 20 %; über 80 % der Wertschöpfung erfolge in den nachgelagerten Stufen.


Die ISN rief deshalb Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, das Thema gerechte Margenverteilung in der Wertschöpfungskette zum politischen Thema zu machen.

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