Schnabelkürzen? Bald Geschichte!

16.07.2015

Eintagsküken © Sabine Rübensaat

Berlin. Die Geflügelwirtschaft in Deutschland wird künftig auf das Schnabelkürzen von Legehennen und Mastputen verzichten. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Leo Graf von     Drechsel, der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsches Ei (BDE), Günther Scheper und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 9. Juli. Zuvor hatte außerdem der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Putenerzeuger (VDP), Thomas Storck, zugestimmt.

Im Einzelnen verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, ab dem 1. August 2016 in den Brütereien keine Schnäbel mehr zu kürzen und ab dem 1. Januar 2017 auf die Einstallung von schnabelgekürzten Junghennen generell zu verzichten. Zudem strebt die Geflügelwirtschaft auch einen Verzicht auf das Kürzen der Schnäbel von Putenhennen an. Hierfür besteht aber nach Meinung der Branche noch Forschungsbedarf.

Außerdem will die Geflügelwirtschaft das Töten männlicher Küken bei der Vermehrung von Legehennen beenden, „sobald die automatisierte Geschlechterbestimmung im Ei und damit die Aussortierung männlich determinierter Eier ihre technische und wirtschaftliche Praxistauglichkeit erwiesen hat“.  Dazu laufen intensive, staatlich geförderte Forschungen. Erst jüngst hatte der Bundesminister Zuwendungsbescheide von insgesamt 1,17 Mio. € an die Universität Leipzig überreicht, die einen vollautomatischen Geräte-Prototyp zur Geschlechterbestimmung im Hühnerei entwickelt. AgE

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