Rohstoffmärkte bleiben sehr bewegt

15.01.2018

© Sabine Rübensaat

Berlin. Das Agribusiness wird nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) weiterhin mit volatilen Agrarrohstoffmärkten konfrontiert sein. Wie der Verband in einem Ausblick auf das Jahr 2018 feststellte, werden dafür neben konjunkturellen Entwicklungen – insbesondere in China und Indien – auch die politischen Instabilitäten in Europa von Bedeutung sein. Darüber hinaus dürfte der schwache Dollar Auswirkungen auf die Exporte sowie auf die Agrar- und Lebensmittelmärkte haben. Trotzdem setzten die Genossenschaften auf eine Belebung der Getreideexporte in den Wintermonaten. 



Zum Jahr 2017 berichtete der Verband, dass die angeschlossenen 2.100 genossenschaftlichen Unternehmen ihre Erlöse im Vergleich zum Vorjahr nach ersten vorläufigen Schätzungen auf insgesamt 61,4 Mrd. € gesteigert hätten – 2,2 % mehr als 2016. Der Erlös der 730 Agrargenossenschaften ist gegenüber 2016 sogar um 5,6 % auf 1,9 Mrd. € gestiegen. Dabei habe sich die wirtschaftliche Situation in der Milcherzeugung deutlich erholt, während die Entwicklungen im Ackerbau und in der Schweinehaltung weniger günstig gewesen seien.  



Wie der Raiffeisenverband mit Blick auf die Perspektiven für die Futterwirtschaft im Jahr 2018 ausführte, ist zunächst ein stabiler Markt zu erwarten, der aber im Jahresverlauf mit einer rückläufigen Nachfrage konfrontiert werden könnte. Die Futtermittelbranche sei nämlich trotz der durchwachsenen Getreideernte ausreichend mit Rohware versorgt. Als Konsequenz der verschärften Auflagen für Nährstoffüberschüsse sowie für die Verringerung der Phosphat- und Stickstoffgehalte erwartet der DRV außerdem eine Abnahme der Tierbestände mit negativen Auswirkungen auf die Mischfutterproduktion. Weitere wichtige Belastungsfaktoren seien die Entwicklung der Ausbrüche von Geflügelgrippe, die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und voraussichtlich sinkende Milcherzeugerpreise. In der Milchproduktion werde das steigende Angebot wahrscheinlich die ebenfalls anziehende Nachfrage übertreffen. 

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