Regionalfenster hat den Praxistest bestanden

20.09.2013

Zeichnung © Lothar Schneider

Das auf Initiative von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner entwickelte Regionalfenster hat den Praxistest bestanden. Wie eine unter Federführung von Prof. Dr. Ulrich Hamm von der Universität Kassel durchgeführte Befragung von rund 2 000 Kunden in 20 Testmärkten ergeben hat, bewertet eine Mehrheit der Verbraucher das Regionalfenster positiv. Mehr als 80 % der Befragten waren der Meinung, das Zeichen sei verständlich, gut lesbar und übersichtlich. Rund drei Viertel der Konsumenten zeigten sich bereit, einen deutlichen Preisaufschlag für ausgewiesene Waren zu zahlen.

 

In allen Märkten Umsatzsteigerungen


Befürwortet wird das Regionalfenster auch von den beteiligten Händlern. Als Pluspunkte nannten sie Klarheit, Einfachheit und Übersichtlichkeit sowie Transparenz und Vertrauensbildung. In allen Märkten sorgte das Regionalfenster für Umsatzsteigerungen.


Anfang letzten Jahres hatte Ministerin Aigner ihr Konzept für ein Regionalfenster vorgestellt, das dem wachsenden Verbraucherinteresse an der Herkunft ihrer Lebensmittel Rechnung tragen und gleichzeitig als Ergänzung zu der Fülle an regionalen Zeichen den Verbrauchern Orientierung geben sollte. Jetzt bescheinigte die Ministerin dem Regionalfenster beste Chancen, sich durchzusetzen. Erste Produkte mit dem Regionalzeichen sollen anlässlich der Grünen Woche 2014 eingeführt werden.

 

Streit aufgekommen


Inzwischen ist allerdings auf einem anderen Feld der Aignerschen Verbraucherpolitik heftiger Streit aufgekommen. Stein des Anstoßes war die Veröffentlichung der Publikation „Lebensmittel-Lügen − Wie die Foodbranche trickst und tarnt“ in der vergangenen Woche durch die Verbraucherzentrale Hessen und die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Während SPD und Bündnis 90/Die Grünen das Buch zum Anlass nahmen, um die Verbraucherpolitik der Bundesregierung zu kritisieren, wies der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) den Vorwurf zurück. „Die deutschen Hersteller halten sich an das europaweit geltende Recht und stellen sichere und hochwertige Lebensmittel her, deren Aufmachung den gesetzlichen Vorgaben entspricht“, so BLL-Geschäftsführer Christoph Minhoff. Allein der Titel „Lebensmittel-Lügen“ sei deshalb ein Affront gegen die 4,8 Millionen Werktätigen der Lebensmittelbranche, die täglich die Ernährung von 82 Millionen Bürgern sicherten.

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