Pelzwäsche ohne Wassernässe?

24.08.2015

Pelzverarbeitung © Sabine Rübensaat

In ihren in der vergangenen Woche veröffentlichten Positionspapieren schlagen die 25 Teilnehmer vor, herkömmliche Wirtschaftsweisen durch Verfahren des ökologischen Landbaus pragmatisch zu ergänzen. Dafür sei allerdings eine intensivere Kommunikation zwischen Biobauern und konventionellen Landwirten vonnöten. Hier gelte es auch, gegenseitige Vorurteile abzubauen. Zudem sollte das Thema „ökologische Landwirtschaft“ fest in den Lehrplan der Berufsschulen verankert werden, um das Wissen darüber zu vergrößern. Außerdem favorisieren die Absolventen die Einführung einer Steuer auf Pflanzenschutzmittel und synthetische Düngemittel, um das „wirtschaftliche Gleichgewicht“ zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft herzustellen. Zudem sollten die Agrarsubventionen einer „Totalrevision“ unterzogen werden.


Die politische Gestaltung sollte dabei weniger Preise und Märkte ins Auge fassen, heißt es in den Papieren. Vielmehr müsse es darum gehen, anders mit landwirtschaftlichem Kapital umzugehen, in Bildung und Beratung zu investieren sowie die Ökosystemleistungen der Landwirtschaft zu honorieren. Darüber hinaus sei das Image des Ökolandbaus in der Gesellschaft zu verbessern, hoben die Trainees hervor.


Sie warnten allerdings davor, das Attribut „bio“ nur noch als Marketingstrategie zu nutzen, und sie erinnerten an die Ideale aus der Gründerzeit der Bewegung. Dazu gehörten eine revolutionäre Denkweise im Landbau und der Einsatz für ein sozialeres Miteinander unter den Menschen.

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