Parlamentarier für weitere Direktzahlungen

08.04.2016

© EU-Flagge

Brüssel. Die Agrarpolitiker im Europäischen Parlament bestehen auf der Beibehaltung der Finanzmittel, die in der bis 2020 laufenden EU-Finanzperiode für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) vorgesehen sind. Dies lässt sich aus dem Berichtsentwurf zur Halbzeitüberprüfung des Gemeinschaftsbudgets ablesen. Berichterstatter des Landwirtschaftsausschusses ist der deutsche CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Jahr. In seinem Papier wird darauf „insistiert“, die Mittel für Direktzahlungen an die Landwirte nicht anzutasten. Dies begründet Jahr mit der anhaltenden Krisenlage und einer jährlichen Absorptionsrate, die nahezu 100 % betrage. Statt Kürzungen seien auch im Hinblick auf die zunehmende Preisvolatilität eher Mittelerhöhungen für die Landwirtschaft erforderlich. Es sei ein Irrtum zu glauben, dass Subventionen für die Landwirtschaft nicht länger gebraucht würden, heißt es in der Vorlage. Jahr erinnert auch daran, dass die Agrarpolitik von Anfang an zu den am stärksten vergemeinschafteten Politikfeldern zählt. Damit sei ein hoher Anteil am EU-Gesamthaushalt gerechtfertigt. Dieser sei in 30 Jahren von 75 % auf aktuell 38 % gesunken. 

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