Neuer Zoff um Hennenhaltung

21.04.2015

© Sabine Rübensaat

Legehennen im Freiland

Berlin. Die Auseinandersetzung um die Kleingruppenhaltung von Legehennen geht in die nächste Runde. Ein Entschließungsantrag der Länder Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zum Verbot dieser Haltungsform bis Ende 2023 bzw. 2025 wurde vom Bundesrat in den Agrarausschuss überwiesen. Die beiden Länder bemängeln, dass die Haltung von Legehennen nicht rechtssicher geregelt sei, nachdem das Bundesverfassungsgericht 2010 Bestimmungen dazu aus formalen Gründen für grundgesetzwidrig erklärt hatte. Danach scheiterte ein im Jahr 2011 von der Bundesregierung vorgelegter Gesetzentwurf mit der Auslauffrist 2035; eine 2012 von der Länderkammer beschlossene Verordnung mit dem Enddatum 2023 wurde wiederum von der Bundesregierung nicht umgesetzt.

 

Während die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken und der niedersächsische Minister Christian Meyer beklagen, dass die Tiere keine Möglichkeit zu Auffliegen, ungestörter Eierablage, Ruhen oder Staubbaden hätten, bestätigen Studien der Universität Hohenheim und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo), dass die Kleingruppenhaltung durchaus als tiergerecht angesehen werden kann.  Wie der Vorsitzende des Verbandes der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft (NGW), Friedrich-Otto Ripke, berichtet, bietet die Kleingruppe den Legehennen ohne Schnabelbehandlung hervorragende Haltungsbedingungen ohne Kannibalismusprobleme, und die Eier seien deutlich hygienischer als die aus Boden-, Freiland- oder Biohaltung.

 

 

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