Neue Verordnung zur Betriebssicherheit

04.08.2015

Neue Betriebssicherheitsverordnung © Sabine Rübensaat

Kassel. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat auf die neue Betriebssicherheitsverordnung hingewiesen, die seit dem 1. Juni 2015 gilt. Wie die Sozialversicherung mitteilte, gilt die Verordnung für alle Unternehmen, die Arbeitskräfte beschäftigen, und betrifft alle Arbeiten mit Werkzeugen, Maschinen, Fahrzeugen, Geräten oder Anlagen, „also vom Bürotelefon über den Rübenvollernter bis hin zur Biogasanlage“.


Für Unternehmen ohne Arbeitskräfte gelte sie dann, wenn überwachungsbedürftige Anlagen betrieben würden, beispielsweise Arbeitsmittel in explosionsgefährdeten Bereichen oder Druckanlagen. Die Gefährdungsbeurteilung sei dabei „Dreh- und Angelpunkt“, wenn die Verordnung im Unternehmen umgesetzt werde. Auswirkungen auf die Sicherheit eines Arbeitsmittels könnten beispielsweise das Arbeitsmittel selbst, die Arbeitsumgebung, die Anforderungen an die Gestaltung, physische und psychische Belastungen sowie vorhersehbare Betriebsstörungen haben. Die Gefährdungsbeurteilung beinhaltet auch weiterhin die Festlegung von Art, Umfang und Fristen zur Prüfung von Arbeitsmitteln einschließlich der Voraussetzungen, welche die zur Prüfung befähigten Personen erfüllen müssen.


Besonders hob die Sozialversicherung hervor, dass Arbeitsmittel dem aktuellen Stand der Sicherheitstechnik entsprechen müssten. Alle Diskussionen um Bestandsschutz seien damit „endgültig vom Tisch“. Neue Anforderungen seien zudem zur Instandhaltung und zur Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber aufgenommen worden. Unter anderem sei ein Koordinator zu benennen, der die erforderlichen Schutzmaßnahmen abstimme. Für Betriebsstörungen oder Unfälle müssten Notfallpläne erarbeitet werden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr