Neue Töne bei Kreuzkraut-Bekämpfung

01.07.2015

Jakobskreuzkraut

© Sabine Rübensaat

Die Bedrohung durch die alkaloidhaltige Pflanze Jakobskreuzkraut muss flächendeckend bekämpft werden.

Kiel. Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck hat eine Weiterentwicklung der Strategie zur Bekämpfung des Jakobskreuzkrauts angekündigt. Anlass dafür ist der Verdacht, dass zwei Rinder in seinem Bundesland infolge der Aufnahme von Jakobskreuzkraut gestorben sind. Der Minister wies darauf hin, dass die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein bereits vor zwei Monaten angehalten worden sei, die Fläche, auf der Jakobskreuzkraut gezielt und aktiv bekämpft wird, auf bis zu 1 000 ha auszuweiten. Zudem sei klargemacht worden, dass auch der Umbruch und die Neuansaat in die Bekämpfungsmethoden aufzunehmen seien, um erneuten Aufwuchs zu verhindern.


Indes bekräftigte der Bauernverband Schleswig-Holstein seine Forderung nach einer konsequenten und flächendeckenden Bekämpfung des Jakobskreuzkrauts. Allzu lange sei die Bedrohung durch die alkaloidhaltige Pflanze vom Kieler Agrarressort und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein bagatellisiert worden. Nach dem Vorfall müsse nun sichergestellt werden, dass eine weitere Bedrohung von weidenden Tieren durch das Gift des Jakobskreuzkrauts ausgeschlossen werde. „Die Duldung einer Pflanze, die eine schleichende Vergiftung von Tieren herbeiführen kann, ist mit dem Gedanken des Tierschutzes nicht vereinbar“, betonte Verbandspräsident Werner Schwarz. Dass eine Gefährdung von Tieren in diesem Fall billigend in Kauf genommen werde, „ist für uns nicht nachvollziehbar“.


Als effektivste Vorsichtsmaßnahme werde eine gute Grünland- und Weidepflege ohne lückige Flächen empfohlen, um eine Ansiedlung des Jakobskreuzkrauts von vornherein auszuschließen.

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