Neue Kennzahlen zum Antibiotikaverbrauch

09.10.2017

© Sabine Rübensaat

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat zum sechsten Mal die bundesweiten Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit von Antibiotika in der Nutztierhaltung im Bundesanzeiger veröffentlicht.


Bei einem Vergleich der aktuellen Ergebnisse für das erste Halbjahr 2017 mit der Auswertung für die zweite Jahreshälfte 2016 zeigt sich, dass die Theraphiehäufigkeit lediglich bei Masthähnchen und -puten etwas gestiegen ist, gegenüber der ersten Erhebung für das zweite Halbjahr 2014 aber geringer ausfällt. Bei Ferkeln und Mastschweinen waren ebenfalls weitere Rückgänge festzustellen; bei Mastrindern und -kälbern blieben die Therapiehäufigkeiten auf dem niedrigen Niveau des vorherigen Erfassungszeitraumes stabil. Für Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigt die Bilanz der bisherigen sechs Erhebungsperioden, dass das „Antibiotikaminimierungskonzept mittlerweile gut etabliert ist und wirkt“. Die Entwicklung der Zahlen macht dem Minister zufolge aber auch deutlich, dass bei einigen Nutztierarten stärker als bei anderen weiter intensiv daran gearbeitet werden muss, den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung zu verringern. Das dürfe aber natürlich nicht auf Kosten des Tierschutzes geschehen, „denn kranke Tiere müssen behandelt werden, wenn das notwendig ist“, betonte Schmidt. In Bereichen, in denen der Einsatz von Antibiotika bereits erfolgreich deutlich reduziert worden sei, müssten weiter alle Anstrengungen gebündelt werden, um diese Werte beizubehalten. Es gehe weltweit darum, den Einsatz der Antibiotika – egal ob beim Menschen, beim Tier oder in der Pflanzenproduktion – zu verringern, um damit die Bildung von Resistenzen zu begrenzen.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr