Neonikotinoide vor dem Aus

07.09.2015

© Sabine Rübensaat

Biene auf Kirschblüte

Parma. Nach Ansicht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stellt das Spritzen von neonikotinoidhaltigen Pflanzenschutzmitteln zur Blattbehandlung ein Risiko für Bienen dar. Das ergibt sich aus den veröffentlichten Bewertungen der für Bienen bestehenden Risiken durch Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Berücksichtigt wurden dabei alle Anwendungen mit Ausnahme der Saatgutbehandlung und von Granulat. Bekanntlich sind der Einsatz von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zur Blattbehandlung bei vielen Kulturpflanzen verboten und die Verwendung zur Saatgut- oder Bodenbehandlung weitestgehend untersagt. Diese Teilverbote will die EFSA ab Oktober im Lichte neuer Studien auf den Prüfstand stellen.


Unterdessen fordert Bioland ein Verbot leichtflüchtiger Pflanzenschutzmittel, die Bioware über Ferntransport belasten. Die Ursache ist ein Fall in Brandenburg, bei dem seit mehreren Jahren die Fenchelernte eines Biogutes mit Rückständen der Herbizidwirkstoffe Pendimethalin und Prosulfocarb belastet ist, obwohl die beiden Mittel nachweislich nicht in der Nähe sind.

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