Neonikotinoide: Totalverbot in Vorbereitung

28.12.2017

© Sabine Rübensaat

Brüssel. Die Entscheidung über ein Totalverbot der umstrittenen neonikotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid sowie Thiamethoxam wird voraussichtlich im März 2018 fallen. Nach der Diskussion der Mitgliedstaaten über den entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) des Rates soll die Abstimmung nach der Vorlage eines Berichts zur Bienengefährlichkeit der Neonikotinoide durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erfolgen.

 

Die Vorlage des EFSA-Berichts ist für den kommenden Februar vorgesehen. Auf Empfehlung der EFSA hatte die EU-Kommission im Jahr 2013 die Verwendung der Stoffe bereits eingeschränkt. Seitdem sind Pflanzenschutzmittel mit neonikotinoiden Wirkstoffen grundsätzlich nur noch für gewerbliche Nutzungen erlaubt. Zudem sind sie für bestimmte Kulturen zur Saatgut- und Bodenbehandlung überhaupt nicht mehr zulässig und zu Blattbehandlungen nur nach der Blüte. Auch der Einsatz zur Saatgutbehandlung im Raps wurde untersagt.

 

Die Hersteller, darunter neben Syngenta auch die BASF und Bayer CropScience, pochen indes auf die Sicherheit ihrer Produkte. Sie haben daher Klagen gegen die bereits bestehenden Zulassungseinschränkungen vor dem erstinstanzlichen Gericht beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) angestrengt, wobei die Entscheidung immer noch aussteht. 

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