NEC-Richtlinie

12.07.2016

EU-Flagge © Archiv

Brüssel. In Deutschland muss der Ausstoß an Ammoniak bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Stand von 2005 um 29 % vermindert werden. Dies geht aus dem Kompromiss zur Novellierung der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe (NEC-Richtlinie) hervor, auf den sich Parlament, Kommission und Ministerrat in praktisch letzter Minute unter niederländischer Ratspräsidentschaft am Donnerstag vergangener Woche verständigt haben. Für jedes der 28 EU-Länder wurden spezifische Kürzungsvorgaben festgelegt. Das Einsparziel für Frankreich beträgt 13 %, für Großbritannien 16 % und für Lettland nur 1 %. Der EU-Mittelwert beläuft sich auf 18 %. Methan, für das nach dem Willen der Kommission in der NEC-Richtlinie ebenfalls Reduzierungsziele hätten verankert werden sollen, bleibt außen vor und wird im Klimaschutzabkommen geregelt.


Oberstes Ziel des Regelwerks sei der Gesundheitsschutz, betonte EU-Umweltkommissar Karmenu Vella. Mit der Richtlinie soll die Luftverschmutzung in der Gemeinschaft bis 2030 gegenüber 2005 um etwa die Hälfte vermindert werden. Bevor die Richtlinie in Kraft treten kann, muss sie nun noch formell vom Parlament und dem Rat angenommen werden. 

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