Naturschutz

01.06.2018

© Sabine Rübensaat

Die Bundesregierung hat Defizite bei der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) eingeräumt. „Der anhaltende Verlust der biologischen Vielfalt in Deutschland konnte nicht gestoppt werden“, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag. Weder bei der Ausweisung von Wildnisgebieten oder dem Aufbau eines Biotopverbunds noch beim Anteil von Wäldern mit natürlicher Waldentwicklung seien die Ziele erreicht. Die Bundesregierung verweist auf wissenschaftliche Schätzungen, denen zufolge gegenwärtig lediglich 5,6 % der deutschen Waldfläche nutzungsfrei seien.


Sich selbst sieht der Bund in einer Vorbildfunktion, und man habe seinen Beitrag geleistet: Mit dem Nationalen Naturerbe seien 156.000 ha Bundesfläche dauerhaft für den Naturschutz gesichert worden. Für die Wälder auf diesen Flächen bestehe bis auf wenige Ausnahmen das Ziel der Naturwaldentwicklung.


Die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft weist nach Regierungsangaben ebenfalls einen abnehmenden Trend auf. Um dem entgegenzuwirken, habe man zahlreiche Initiativen ergriffen. So seien im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ Fördermöglichkeiten für Vertragsnaturschutz und Landschaftspflege eingeführt worden. Die Bundesregierung bekräftigte ihr Ziel, mit einer Minderungsstrategie den Einsatz von glyphosathaltigen Agrochemikalien einzuschränken und die Anwendung „so schnell wie möglich zu beenden“.


Weitere Aktivitäten wurden auch zum Tag der Biologischen Vielfalt unternommen. In Rheinland-Pfalz beispielsweise gab Umweltministerin Ulrike Höfken den Startschuss für die Themenwochen im Naturschutz-Landesprogramm „Aktion Grün“. Das seit 2017 laufende Programm, in dessen Rahmen allein in diesem Jahr insgesamt 2,5 Mio. € zur Verfügung stünden, reiche vom Grünland- und Moorschutz über die Biotopvernetzung bis zur Umweltbildung. Zudem gehe es um die Aktualisierung der „Roten Listen“ der bedrohten Tierarten, erklärte Höfken, die am Aktionstag die aktualisierte „Rote Liste Libellen“ vorstellte. Ohne wissenschaftliche Erhebungen zum Zustand von Arten könnten keine zielgerichteten Schritte getan werden.

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