Mindestlohn: Weg mit dem Schreibkram

25.03.2015

© Sabine Rübensaat

Rukwied, Bauernverbandspräsident, kritisiert die Regelungen zum Mindestlohn.

Berlin. Scharfe Kritik an den Regelungen zum Mindestlohn hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, geübt. „Die Umsetzung des Mindestlohns und die damit verbundenen Dokumentationspflichten erdrücken unsere Sonderkulturbetriebe“, warnte der Bauernpräsident. Die geplanten Dokumentationspflichten stellten eine „eklatante Benachteiligung für landwirtschaftliche Unternehmen“ dar, so Rukwied. Die geforderten Aufzeichnungspflichten für mitarbeitende Familienangehörige und Saisonbeschäftigte kritisierte der Verbandspräsident als völlig unangemessen. Unüblich in der Landwirtschaft sei die ebenfalls vorgeschriebene monatliche Auszahlung des Lohns für Saisonarbeitskräfte. Viele osteuropäische Saisonarbeitskräfte wollten ihren Lohn erst am Ende der Beschäftigung. Sie verfügten oftmals über kein Girokonto. Schließlich brauche man im Arbeitszeitgesetz Ausnahmen für landwirtschaftliche Betriebe. Laut Rukwied muss es in Arbeitsspitzen erlaubt sein, länger als zehn Stunden am Tag zu arbeiten. Immerhin gehe es in der Ernte um verderbliche Lebensmittel. Besonders fragwürdig sei die Neuerung für Sonderkulturbetriebe. „Ich selbst stehe in meinem Betrieb vor der Entscheidung, den Gurkenanbau einzustellen“, so Rukwied.

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