Milchsektor

13.09.2018

© Sabine Rübensaat

Der Umbruch in der europäischen Milchmarktpolitik hat alle Marktteilnehmer vor neue Herausforderungen gestellt, doch über einen Masterplan für die Branche gehen die Meinungen weit auseinander. Dies stellte der Vorsitzende der Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Nordrhein-Westfalen, Wilhelm Brüggemeier, beim 12. „Forum Milch NRW“ in Werl fest. 

 

Aus Sicht der Unterabteilungsleiterin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Bettina Hartwig „muss daran gearbeitet werden, die Milchbranche robuster gegenüber Preisschwankungen aufzustellen“. Dafür gebe es aber nicht die eine Lösung. Maßnahmen seien vor allem eine erhöhte Risikovorsorge, die Modernisierung der Lieferbeziehungen und eine enge Zusammenarbeit in der Vermarktungskette. Der Staatssekretär im Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium, Dr. Heinrich Bottermann, wies darauf hin, dass sich angesichts der Preisvolatilitäten viele Molkereien bereits auf den Weg gemacht hätten und zum Beispiel Festpreismodelle anböten. 

 

Nach Ansicht des Milchbauernpräsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Karsten Schmal, müssen neben dem Umgang mit Preisschwankungen auch die Wettbewerbsfähigkeit der Branche und die Kommunikation mit der Öffentlichkeit in den Fokus rücken. Das sei vor dem Hintergrund globaler Märkte zu sehen. Der Geschäftsführer des Deutschen Milchkontors (DMK), Ingo Müller, warb angesichts der Größe der Milchbranche für einen gemeinsamen Rahmen. Nur dann könne man erfolgreich umgestalten. Nach Auffassung des Direktors für Unternehmensangelegenheiten bei FrieslandCampina, Jeroen Elfers, hat die Agrarpolitik die Milcherzeuger dazu getrieben, in Volumen und Effizienz zu investieren. Nun aber hätten wir Verbraucher, die immer mehr Forderungen stellen. 

 

Der Geschäftsführer vom IFCN Dairy Research Center in Kiel, Dr. Torsten Hemme, wies darauf hin, dass ein Masterplan für Deutschland auch globale Entwicklungen und speziell die weltweite Nachfrage nach Milch berücksichtigen müsse. 

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