Milchquote

24.08.2012

© Thomas Tanneberger

Berlin. Das für März 2015 beschlossene Ende der Milchquotenregelung ist unwiderruflich. So zumindest sieht das der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Manfred Nüssel. Die Steuerung der Milchmenge im europäischen Binnenmarkt sei angesichts globaler Marktentwicklungen „ein überholtes Politikmodell“, erklärte er am 16. August in Berlin zu der von der grünen Bundestagsfraktion erhobenen Forderung nach einer Mengensteuerung am Milchmarkt.  Für eine Umkehr auf diesem Weg gebe es keine politischen Mehrheiten in der EU. „Diese Realität ist von allen Beteiligten, auch von der nationalen Politik, anzuerkennen“, forderte der DRV-Präsident. Aus den Einflüssen weltweiter Angebots- und Nachfrageänderungen resultiere eine steigende Preisvolatilität. In diesem Umfeld könnten Milchpreise längerfristig nicht einfach durch Mengensteuerung gestaltet werden.

 

Grünen-Agrarsprecher Friedrich Ostendorff hatte zuvor der Bundesregierung Untätigkeit in der Milchpolitik vorgeworfen. Er rechne mit 3.000 bis 5.000 Betrieben, die wegen der Milchpreismisere schließen werden. AgE

 

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