Milchpreis „im freien Fall“

28.11.2014

© Sabine Rübensaat

Montage Annika Schäfer

Brüssel. Auf die „dramatische Preissituation“ am Milchmarkt hat der Vorsitzende des European Milk Board (EMB), Romuald Schaber, hingewiesen. „In sämtlichen europäischen Ländern befindet sich der Milchpreis im freien Fall“, stellte er am Freitag vergangener Woche auf der Mitgliederversammlung der Vereinigung im französischen Saint-Brice-en-Coglès fest. Belgische Molkereien hätten angekündigt, ab Januar nur noch 25 ct/kg Milch zu bezahlen, und auch in Frankreich müsste man sich auf einen „unerträglich niedrigen Preis“ einstellen.

Am schlimmsten sehe es derzeit in den baltischen Staaten aus, denn dort bekämen die Milchbauern nur noch 16 bis 17 ct/kg Milch. Der Grund dafür sei europaweit derselbe: Es werde am Markt vorbei produziert, deshalb gebe es zu viel Milch. Wenn im nächsten Jahr die Milchquoten wegfielen, seien viele Betriebe in ihrer Existenz bedroht, so Schaber. Deshalb fordere das EMB die Politik mit Nachdruck auf, die Produktionsmengen in Krisenzeiten je nach Marktlage festzulegen. Wenn die Nachfrage wieder anziehe, solle die „normale“ Produktion wieder aufgenommen werden.

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