Milchmarktpolitik: Superabgabe kippen?

14.02.2014

© Sabine Rübensaat

Verringerung der Superabgabe gefordert.

Brüssel. Insgesamt 19 landwirtschaftliche Organisationen aus elf europäischen Ländern haben ihre Forderung bekräftigt, den EU-Milcherzeugern angesichts der guten Weltmarktlage die Möglichkeit zu geben, ihre Produktion auszuweiten. Unter der Federführung des Deutschen Bauernverbands (DBV) appellierten die Branchenvertreter vergangene Woche einmal mehr an EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Cioloş, eine sanfte Landung aus der Milchquote sicherzustellen. Anlass ist die zu erwartende Superabgabe für das aktuelle Wirtschaftsjahr in Deutschland und weiteren wichtigen Milcherzeugerländern. Die Organisationen − neben dem DBV der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), die Landwirtschaftskammer Österreich (LK), die Bauernverbände der Niederlande (LTO), Irlands (IFA) und Großbritanniens (NFU), der dänische Dachverband der Agrar- und Ernährungswirtschaft (DAFC) sowie weitere Vertreter aus Schweden, Polen, Lettland, Estland und Belgien − sprechen sich für eine Verringerung der Superabgabe aus. Alternativ können sich die Verbände eine Erhöhung der Milchquote um 1 % im Wirtschaftsjahr 2014/15 vorstellen. Cioloş hat derlei Maßnahmen bislang abgelehnt. Voraussichtlich werden die EU-Agrarminister das Thema beim Rat am  17. Februar aufgreifen.

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