Milchmarkt: Jammer und Jubel

17.06.2014

© Sabine Rübensaat

Die Situation auf dem Milchmarkt wird recht unterschiedlich eingeschätzt

Göttingen/Berlin. Die Bewertungen der Situation am Milchmarkt gehen immer weiter auseinander. Einserseits beklagt die Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Milch Board, dass sich die Schere zwischen Kosten und Erlösen Anfang 2014 für die Milchviehbetriebe wieder stärker geöffnet habe und eine profitable Produktion unmöglich sei. Wie die Organisation am vergangenen Montag mitteilte, standen nach Berechnungen des Büros für Agrarsoziologie & Landwirtschaft (BAL) im Januar durchschnittlichen Produktionskosten von 45,16 ct/kg Milch nur Milchauszahlungspreise von 41,55 ct im Bundesmittel gegenüber. Dafür seien vor allem steigende Preise bei Futtermitteln und Energie der Grund gewesen.

Unterdessen teilte die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) in ihrem kürzlich aktualisierten Jahresrückblick mit, dass das Jahr 2013 dem deutschen Milchmarkt einige neue historische Höchststände beschert habe. Die Milchbauern hätten mit 30,3 Mio. t so viel Rohstoff an ihre Molkereien geliefert wie niemals zuvor. Auch die wirtschaftliche Lage der deutschen Milcherzeuger habe sich 2013 nach Angaben der ZMB verbessert. Die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Kuhmilch ab Hof mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß habe einschließlich Nachzahlungen im Jahresdurchschnitt bei 37,5 ct/kg gelegen – der höchste Wert der letzten Jahrzehnte.

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