Mehr Geld für Tierwohlinitiative

07.08.2015

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Im Werben um weitere Finanzmittel für die Initiative Tierwohl ist ein Erfolg zu ­vermelden. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte, hat die Spitze der Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, im Gespräch mit dem DBV-­Präsidenten Joachim  Rukwied  ihre Bereitschaft erklärt, den Beitrag für die Tierwohlinitiative um 50 % auf einen Betrag von 6 ct/kg Verkaufsmenge aufzustocken. Damit soll der Initiative zu größerer Flächendeckung verholfen werden. Bedingung dafür sei allerdings die Betei­ligung auch der übrigen in die Initiative eingebundenen Unternehmen des Lebensmittelhandels.


„Die Initiative Tierwohl ist auf den Weg gebracht. Jetzt muss allen teilnahmewilligen Tierhaltern das Mitmachen ermöglicht werden“, erklärte Rukwied. Erwartet werde, dass sich auch die übrigen Unternehmen des Lebensmittelhandels – ebenso wie die bisher noch nicht an der Initiative beteiligten Abnehmergruppen – dem Vorstoß von Lidl und Kaufland anschließen. Die Initiative Tierwohl erklärte hierzu, dass die Vereinbarung unter den Partnern einen Beitrag von vier Cent pro verkauftes Kilogramm Schweine- und Geflügelfleisch sowie Wurst vorsehe. Sie sei jederzeit zu Gesprächen über eine Anpassung dieses für alle Partner verbindlichen Beitrags bereit. Die Entscheidung über eine Anhebung des Beitrags müsse jedoch von allen teilnehmenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels gemeinschaftlich getragen werden.


Laut DBV setzt sich erstmals in Deutschland mit der Initiative Tierwohl ein branchenübergreifendes Bündnis aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel für mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung ein. Standards über dem gesetzlichen Rahmen wurden für die Schweine- und Geflügelhaltung festgelegt, wofür die Erzeuger unabhängig vom Marktpreis entschädigt werden. Das Interesse an der Initiative war allerdings so groß, dass aufgrund von Budgetrestriktionen bisher nur rund die Hälfte der teilnahmewilligen schweinehaltenden Betriebe berücksichtigt werden konnte. Das Erstaudit haben bisher Schweinehalter in 1 996 Fällen bestanden.

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