Liquiditätsfonds der EU

25.11.2015

© Sabine Rübensaat

Berlin. Grünes Licht für das von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt unlängst angekündigte Liquiditätshilfeprogramm: Die entsprechende Eilverordnung ist nach der Unterzeichnung durch den Minister und der Verkündung im Bundesgesetzblatt in der vergangenen Woche in Kraft getreten.


Damit können Landwirte bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) einen Darlehenszuschuss von 10 % auf ein Liquiditätsdarlehen ihrer jeweiligen Hausbank beantragen. Gewährt werden können Zuschüsse von bis zu 10 000 Euro je Betrieb. Als Voraussetzungen für die Zuschussgewährung nannte der Minister gegenüber der Presse die Aufnahme eines Darlehens zur Liquiditätssicherung sowie den Nachweis, dass der Betrieb von einem erheblichen Preisrückgang in den Bereichen Milch oder Fleisch betroffen ist. Eine Differenzierung nach Betriebsgröße gebe es nicht.


Nachgewiesen werden muss ein Rückgang der Erzeugerpreise von mindestens 19 %. Für Milcherzeuger dient als Vergleichsperiode das jeweils zweite Quartal
dieses Jahres und des Vorjahres. Bei Fleischerzeugern werden die Erzeugerpreise in den ersten drei Quartalen 2015 mit denen in den ersten drei Quartalen 2013 verglichen.


Die Antragsfrist für die Darlehen endet am 18. Dezember 2015. Schmidt bekräftigte sein Ziel, die Zuschüsse möglichst bis Ende Januar 2016 aus-
zahlen.

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