Legehennenhalter: Tierschutz-TÜV reine Schikane

06.10.2015

Legehennen © Sabine Rübensaat

Hamburg. Die deutschen Eiererzeuger lehnen die von der Bundesregierung geplante Verordnung über die Prüfung und Zulassung serienmäßig hergestellter Stalleinrichtungen strikt ab. Die Legehennenhaltung werde als eine Art Versuchsballon missbraucht, heißt es in einer Erklärung des Bundesverbandes Deutsches Ei, die vergangene Woche von der Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedet wurde. Der Verband erinnerte daran, dass die Branche vor gerade erst fünf Jahren mit einem Investitionsvolumen von geschätzt 800 Mio. € die Umstellung von der herkömmlichen Käfighaltung auf tiergerechtere Verfahren bewerkstelligt hat. Boden- und Freilandhaltung seien heute mit einem Anteil von rund 90 % die vorherrschenden Haltungsformen. Hier sei Deutschland sehr viel weiter als die meisten anderen EU-Länder, in denen immer noch im ausgestalteten Käfig produziert werde. Einer dermaßen fortschrittlichen Branche einen „Tierschutz-TÜV“ auferlegen zu wollen, sei deshalb eine unverdiente Ohrfeige. Zu Unrecht erwecke die Regierung den Anschein, dass die Hennenhalter Nachholebedarf im Bereich Tierschutz hätten.

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