Küken-Urteil: Tierschutzbund fordert Änderung des Gesetzes

23.02.2015

© Sabine Rübensaat

Eintagsküken

Bonn. Nach dem jüngsten Urteil des Verwaltungsgerichts Minden zum Töten von männlichen Küken in Brütereien (BauernZeitung 7/2015, S. 18) hat der Deutsche Tierschutzbund (DTB) eine Änderung des Tierschutzgesetzes auf Bundesebene gefordert. Das Gericht hatte dem Land Nordrhein-Westfalen untersagt, per Erlass das Töten männlicher Eintagsküken zu verbieten. Die Generalklausel im Bundestierschutzgesetz, nach der niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen dürfe, reiche dafür nicht aus. Dem stünden die schutzwürdigen Interessen der Brütereibetreiber entgegen, die derzeit keine praxistauglichen Alternativen zur Tötung der männlichen Küken hätten und bei einem Tötungsverbot vor dem Aus stünden.

Nach Ansicht des Tierschutzbundes ist jetzt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gefordert, schnell zu reagieren und das Tierschutzgesetz zu ändern. Nur so könne das Töten von etwa 45 Millionen lebensfähigen Küken in Deutschland beendet werden, betonte der Verband vergangene Woche in Bonn. „Das Gericht bezweifelt nicht, dass es richtig ist, das Kükentöten zu beenden. Vielmehr hat die Bundesregierung ihre Hausaufgaben nicht gemacht“, beklagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Minister Schmidt könne das durch eine konsequente Gesetzesänderung nun sehr bald gerade rücken.

Buchbestellung

 

Buch kaufen

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr