Kritik an Bürokratiemonster

28.10.2014

© Archiv, Sabine Rübensaat

Seit dem 1. Juni 2014 gilt für alle Betriebe ab einer bestimmten Größe die Informationspflicht über den Einsatz von Antibiotika.

Cloppenburg. Die staatliche Datenbank zur Erfassung des Antibiotikaeinsatzes bei der Haltung von Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten zur Mast ist auf dem Veredlungstag des Deutschen Bauerverbandes (DBV) am vergangenen Mittwoch heftig kritisiert worden. Insbesondere die geforderte tagaktuelle Erfassung der Zu- und Abgänge im Bestand stieß wegen des großen Aufwands auf Ablehnung. Der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, bemängelte, dass mehr Daten erhoben würden, als es für das unstrittige Ziel einer vorbeugenden Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen notwendig sei. Dr. Thomas Große Beilage von der Bundestierärztekammer (BTK) gab dafür dem „Übereifer“ der Bundesländer die Schuld. Die Meldungen an die Datenbank im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT) sind seit 1. Juni 2014 für alle Betriebe ab 250 Mastschweinen, 20 Mastrindern, 1 000 Mastputen oder 10 000 Masthühnern verpflichtend. Die Informationen sind halbjährlich bereitzustellen; erstmals am 15. Januar 2015.

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