Kritik an Brüssels Greening-Ausgestaltung

20.01.2014

© Sabine Rübensaat

Kritik an Greening-Ausgestaltung

Überlegungen der Europäischen Kommission zur Ausgestaltung des Greenings im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stoßen beim landwirtschaftlichen Berufsstand auf scharfe Kritik. „Die deutschen Bauern müssen das Greening im Sinne der europäischen Vorgaben und produktionsintegriert umsetzen können“, verlangte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, auf den Bauerntagen der Kreisverbände Land Hadeln und Flensburg-Schleswig.

Er warf der Brüsseler Behörde vor, diese Möglichkeiten begrenzen zu wollen und damit gegen den gemeinsam mit dem Europaparlament und Agrarministerrat gefassten Beschluss „eklatant zu verstoßen“. Rukwied forderte Bund und Länder auf, den Landwirten auch in Deutschland Greening-Maßnahmen wie die Berücksichtigung von Zwischenfrüchten oder Eiweißpflanzen und  von Landschaftselementen wie Hecken oder Wasserläufen, die unmittelbar an Ackerflächen angrenzen, zu ermöglichen. Er bekräftigte die Forderung des Bauernverbandes, dass bei den ökologischen Vorrangflächen die „produktive Bewirtschaftung“ aller Ackerflächen erhalten bleiben müsse.

Nationale Einschränkungen lehne der DBV ab. Auch beim „aktiven Landwirt“ müssten überzogene und bürokratische Nachweispflichten vermieden werden. Die Kommission will die Durchführungsbestimmungen zum Greening Ende Februar beziehungsweise Anfang März vorlegen. Danach haben Europaparlament und Rat zwei Monate Zeit, um gegebenenfalls Einspruch zu erheben. In der Kommission hofft man aber, Bedenken von Rat und Parlament bereits im Vorfeld ausreichend zu begegnen, um eine Verzögerung des Inkrafttretens der Bestimmungen zu vermeiden.

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