Krise um Krise

25.02.2013

 

Brüssel/Potsdam. Die Öffentlichkeit in Deutschland wird immer stärker von zwei neuen Skandalen der Ernährungswirtschaft bewegt. Zum einen weitet sich der ursprünglich auf Irland und Großbritannien beschränkte Skandal um nicht deklariertes Pferdefleisch in Fertiggerichten weiter aus. Dabei geht es sowohl um Pferdefleisch in gefrorenen Hamburgern in Irland als auch um französische Verarbeiter, die im Auftrag europäischer Einzelhandelsketten Tiefkühlgerichte herstellen und dabei Pferdefleisch untergemischt haben. Bis Ende letzter Woche war diesbezüglich verdächtige Ware auch in Deutsch-land aufgetaucht. Handelsketten nahmen Produkte aus den Regalen, und die EU beschloss kurzfris-tig, Mittel für großflächige Tests auf Pferdefleisch in Rindfleischprodukten auszureichen.

Unterdessen hat das staatliche Friedrich-Löffler-Institut am 15. Februar den Ausbruch der Geflügelpest in Märkisch-Oderland bestätigt. Das H5N1-Virus (Aviäre Influenza) wurde nachgewiesen, allerdings in einer niedrigpathogenen Variante. Dennoch wurde die Tötung des Bestandes angeordnet, um eine Übertragung auf andere Bestände und Wildvögel zu verhindern. Die Ursache für die Infektion ist noch unklar, Ermittlungen sind eingeleitet. Das Veterinäramt des Kreises wird dabei seit 15. Februar von der TaskForce des Landes unterstützt. Das Vogelgrippevirus H5N1 war in Brandenburg zuletzt 2007 aufgetreten.

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