Konjunkturstudie für Agrarbranche

13.02.2017

© Sabine Rübensaat

Mit Problemen hatten im Vorjahr auch die Hersteller von Forsttechnik zu kämpfen.

Stagnierende oder sogar rückläufige Umsätze, Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung und zum Teil wegbrechende Auslandsmärkte haben im Jahr 2016 für eine trübe Stimmung im Agribusiness gesorgt, und die Branche steht weiter vor großen Herausforderungen. Diese Diagnose haben die Autoren des „Konjunkturbarometers Agribusiness in Deutschland 2017“ gestellt, das jetzt von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen und der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft erstellt worden ist. Durch die Sanktionen der Europäischen Union sei der deutschen Ernährungsindustrie Russland als wichtiger Absatzmarkt weggebrochen, und hinter den Exportmärkten Großbritannien und USA stünden erhebliche Fragezeichen, heißt es in der Studie. Die Branche sei bei einem zunehmend gesättigten Binnenmarkt stark von ihren Exporten abhängig, die mittlerweile rund ein Drittel des Gesamtumsatzes stellten. „Die Unternehmen fahren 2017 trotz erster Anzeichen für eine Erholung der wirtschaftlichen Lage in der Milch- und Fleischwirtschaft weiter auf Sicht und müssen ausreichend flexibel bleiben, um auf die volatile Lage schnell reagieren zu können“, erklärte Dr. Christian Janze von der Gesellschaft Ernst & Young.


Mit Problemen hatten der Studie zufolge im vergangenen Jahr die Hersteller von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen zu kämpfen. Seit dem Allzeithoch im Jahre 2013 mit einem Gesamtumsatz von 8,39 Mrd. € habe die Branche erhebliche Einnahmerückgänge zu verkraften. Für das vergangene Kalenderjahr sei von Erlöseinbußen von rund fünf Prozent auf etwa 7 Mrd. € auszugehen. Janze hält die Stimmung der Landtechnikunternehmen mittlerweile für „krisenhaft“. Mit Blick auf 2017 gäben die protektionistischen Tendenzen weltweit und vor allem in den Vereinigten Staaten zu denken.

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