Klimaschutz: Nationale Strategie für den Agrarsektor?

08.04.2014

© Sabine Rübensaat

Frühjahrstrockenheit (Roggen sechs Wochen ohne Regen)

Braunschweig. Eine spezielle Klimaschutzstrategie für den Agrarsektor hat das Thünen-Institut (TI) angeregt. Dabei sollten nach Auffassung der Wissenschaftler solche Maßnahmen verfolgt werden, die besonders effizient sind, positive Beiträge zu anderen agrarumweltpolitischen Zielen leisten und für die bereits politische Ziele festgelegt wurden. Dazu zählten eine Verringerung der Stickstoffüberschüsse und eine Verbesserung der Stickstoffproduktivität, eine Minderung der Ammoniakemissionen, der Schutz des Dauergrünlandes vor Umbruch und Umwandlung in Ackerland sowie die Grünlanderhaltung auf Moorflächen, die Anhebung des Grundwasserspiegels und die Wiedervernässung von Mooren.

Darüber hinaus verweisen die Fachleute auf die Notwendigkeit, die Klimaschutzwirkung der Stromerzeugung aus Biogas zu optimieren. Geeignete Klimaschutzmaßnahmen seien zudem ein verstärkter Anbau von Kurzumtriebsplantagen zur energetischen Nutzung sowie ein effizienter Energieeinsatz in landwirtschaftlichen Betrieben etwa durch die Förderung von Klimaschutzberatungen.

Bei der anstehenden Novelle der Düngeverordnung müsse es darum gehen, die Wirksamkeit der fachrechtlichen Anforderungen zu erhöhen. Daneben müsse geklärt werden, wie die Anforderungen an die Lagerkapazität und Lagerdauer von Wirtschaftsdüngern künftig geregelt werden sollen. Für Gärreste aus Biogasanlagen seien vergleichbare Anforderungen an die Lagerkapazität zu schaffen. Im Rahmen des Immissionsschutzrechts sei die gasdichte Abdeckung von Gärrestlagern von Biogasanlagen grundsätzlich und unabhängig von der Anlagengröße zu regeln, so die Wissenschaftler. Zudem müssten über das Immissionsschutzrecht Anforderungen für Güllelager formuliert werden, und zwar auch für kleinere ­Anlagen, die nicht unter besondere Genehmigungspflichten fallen.

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