Klimaschutz: Bemühungen unzureichend

26.11.2014

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Die Klimaexperten warnen vor den Folgen des Klimawandels.

Berlin/Kopenhagen. Die derzeit bestehenden Pläne für eine Verringerung der globalen Treibhausgasemissionen sind nach Einschätzung des Weltklimarats (IPCC) nicht ausreichend. Wie der IPCC in seinem am 3. November veröffentlichten vierten Teil des Fünften Sachstandsberichts++ ausführt, wäre bis zum Jahr 2050 eigentlich eine Verminderung der Klimagasfreisetzungen in allen Sektoren von 40 bis 70 % gegenüber dem Stand von 2010 notwendig, um eine weitere Erwärmung der Erde um mehr als 2 °C zu verhindern. Doch selbst wenn schnell und entschlossen gehandelt würde, könnten nicht alle Schäden vermieden werden, warnen die Klimaexperten.

Sie kommen zu dem Schluss, dass der Klimawandel bereits bestehende Risiken für Menschen und Umwelt verstärken und neue nach sich ziehen werde. Ein schnellerer und stärkerer Klimawandel beschränke zudem die Wirksamkeit von Anpassungsmaßnahmen und erhöhe die Wahrscheinlichkeit für schwerwiegende, tiefgreifende und irreversible Folgen für Menschen, Arten und Ökosysteme. Dazu zählen die Klimaexperten auch ein erhöhtes Risiko für Lebensgrundlagen und Ernährungssicherung. Bei unbegrenzten Emissionen erwarten die Wissenschaftler eine Erwärmung der Erdoberfläche um bis zu 5,4 °C gegenüber vorindustriellen Bedingungen.

Eine Anpassung der Treibhausgasemissionen an den Klimawandel sei in jedem Fall notwendig. Beispielsweise habe sich bereits die geografische Verbreitung von Arten und deren Interaktion untereinander verändert. In vielen Regionen beeinträchtigten geänderte Niederschläge oder Schnee- und Eisschmelzen die Wasserressourcen. Zudem würden die Erträge von Weizen und Mais überwiegend negativ beeinflusst. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hoben anlässlich der Veröffentlichung des Berichts die Rolle Deutschlands bei der Begrenzung des Klimawandels hervor. Neben den Bereichen Forschung und Entwicklung gebe die Bundesrepublik vor allem mit der Energiewende ein praktisches Beispiel für die Anwendung von Technologien, die den Klimaschutz weltweit voranbringen könnten, so die Ministerinnen.

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