Klärung zur Honigkennzeichnung

29.04.2014

© Sabine Rübensaat

Honigbiene auf der Blüte

Brüssel. Honig wird in der Europäischen Union auch in Zukunft ohne eine Gentechnikkennzeichnung auskommen, selbst wenn sich darin Spuren von transgenem Blütenpollen finden sollten. Das Europaparlament votierte mit knapper Mehrheit für einen Kompromiss mit dem Rat, der von der britischen Konservativen Julie Girling ausgehandelt worden war. Darin wird der Pollen als natürlicher Bestandteil von Honig gewertet. Solange der Gesamtanteil an in der EU zugelassenem Gentechnikmaterial unter von 0,9 % bleibt, entfällt somit die Notwendigkeit einer Zutatenliste ebenso wie die Markierung als gentechnisch verändertes Produkt. Da der Pollenanteil im Honig in der Regel nicht mehr als 0,5 % beträgt, bleibt die Wahrscheinlichkeit einer Kennzeichnungspflicht nahe Null. Bislang war die Rechtslage nicht eindeutig; der Europäische Gerichtshof hatte Pollen 2011 als Zutat gewertet.

Von der Regelung nicht betroffen ist das eventuelle Vorhandensein gentechnisch veränderter Organismen (GVO), die in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen sind. Hierfür gilt weiter die Nulltoleranz. Der Text benötigt jetzt noch die Zustimmung des Rates, was jedoch als Formsache gilt.

Buchbestellung

 

Buch kaufen

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr