Kaninchenhaltung: Verordnung in Kraft

15.08.2014

© Sabine Rübensaat

Neue Kaninchen-Verordnung zur Haltung von Mast- und Zuchtkaninchen ist am 11. August in Kraft getreten.

Für die Haltung von Mast- und Zuchtkaninchen zu Erwerbszwecken ist am 11. August die neue Kaninchen-Verordnung in Kraft getreten. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium dazu mitteilte, umfasst die Regelung neue Vorgaben hinsichtlich der Mindestgröße, Bodengestaltung und Strukturierung der Haltungseinrichtungen.

So müsse den Tieren eine strukturierte Fläche mit unterschiedlichen Funktionsbereichen angeboten werden, diefür kaninchentypische Verhaltensweisen genutzt werden könnten. Für eventuell erforderliche ­­Neu- und Umbaumaßnahmen bestehender, praxisüblicher Haltungseinrichtungen seien mehrjährige Übergangsfristen vorgesehen, erläuterte das Ministerium. Daneben gebe die Verordnung vor, dass der Halter seine Tiere mindestens zwei Mal pro Tag in Augenschein nehmen müsse, um den Gesundheitszustand zu überprüfen. Zudem hätten Halter ihre Sachkunde im Umgang mit Kaninchen nachzuweisen. Damit gibt es erstmals überhaupt detaillierte Anforderungen und klare Regelungen für die Haltung von Kaninchen zu Erwerbszwecken. Das sei ein „weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung“, erklärte Bundesagrarminister Schmidt. Zuvor galten für die erwerbsmäßige Zucht und Haltung lediglich allgemeine Vorgaben.   

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