Käfighaltung nur noch bis 2025

09.10.2015

© Sabine Rübensaat

Legehennen (Käfighaltung)

Nur in Härtefällen soll eine Verlängerung des Bestandsschutzes um maximal drei Jahre bis 2028 möglich sein, so der Beschluss der gesamtdeutschen Agrarministertagung. Und neue Käfighaltungen von Hühnern werden schon vor diesem Datum nicht mehr genehmigt.


Erfreut über diesen Kompromiss mit Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt  zeigten sich vor allem die grünen Agrarressortchefs. Obwohl das Bundesverfassungsgericht schon 2012 die sogenannten Kleingruppenkäfige untersagt habe, habe es kein verbindliches Ausstiegsdatum für die Bestandsanlagen gegeben.


Unverständnis zeigte der Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke. Er warf den grünen Agrarministern vor, mit der Verkürzung des Bestandsschutzes für die Legehennenhaltung in Kleingruppen um zehn Jahre das Vertrauen der Tierhalter zu verspielen. Die Laufzeit der letzten in Betrieb genommenen Anlagen von nur 13 Jahren sei eindeutig zu kurz.


Unzufrieden zeigte sich auch der Tierschutzbund - nur aus gegenteiligem Grund. Präsident Thomas Schröder klagte, man habe einen sofortigen Stopp der Haltung gewollt und nicht noch zehn Jahre Laufzeit.

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