Jäger aus der SVLFG entlassen?

23.06.2015

© Sabine Rübensaat

Kritik an Pflichtmitgliedschaft in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.

Berlin. Der Bayerische Jagdverband (BJV) hat seine Auffassung bekräftigt, künftig Jagden aus dem Sozialgesetzbuch zu entlassen. Rückenwind erhalten die Jäger im Freistaat hierbei vom Deutschen Jagdverband (DJV), der auch ein Klageverfahren unterstützen will. Es handelt sich hierbei um Jagden, die ohne Zuhilfenahme hauptamtlich beschäftigter Jäger im Revier ausgeübt werden. Wie BJV und DJV vergangene Woche mitteilten, haben sie gegenüber dem bayerischen Sozialministerium ihre Position zur Pflichtmitgliedschaft in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft deutlich gemacht. Der Landtag hatte die Regierung gebeten, zur Frage der Pflichtmitgliedschaft der Jäger in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Stellung zu nehmen.


DJV und BJV kritisieren die aus ihrer Sicht „nicht nachvollziehbaren“ Kosten, die mit der Pflichtmitgliedschaft verbunden sind. Sie beklagen Unsicherheiten bei der Frage, wer unter den Schutz der Unfallversicherung fällt, und sehen keine Notwendigkeit einer Pflichtversicherung bei den allermeisten Revierinhabern. BJV-Präsident Prof. Jürgen Vocke berichtete, dass seinem Verband mehr als 4 000 Unterschriften zur Abschaffung „dieser Zwangsversicherung“ vorlägen.

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