Isermeyer beklagt ideologische Kämpfe

05.04.2013

Gießkannenförderung

 

Berlin. Kritik an einer zunehmend ideologiegeleiteten Agrardebatte in Deutschland hat der Präsident des Thünen-Instituts, Prof. Folkhard Isermeyer, geübt. Er beobachte derzeit einen „Rückfall in ideologische Grabenkämpfe vergangener Zeiten“, sagte der frühere Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik vom Bundeslandwirtschaftsministerium bei einer Veranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin. Isermeyer verwies auf die neu entflammte Diskussion um Intensivierung oder Extensivierung der Landwirtschaft sowie die Rolle des Agrarhandels. Der Wissenschaftler sprach von „Kampfpositionen“ auf beiden Seiten, die weder der Realität gerecht würden noch irgendeinen Beitrag zu Lösung von Problemen leisten.

Als ein Kernproblem der gegenwärtigen Agrarpolitik sieht Isermeyer den Mangel an Strategien für eine langfristige, gesellschaftlich gewünschte Ausrichtung der Landwirtschaft. Anstatt beispielsweise über Alternativen zu derzeitigen „Gießkannenförderung“ der EU nachzudenken, verzettele man sich in „Nebenkriegsschauplätzen“ wie der Ausweisung von ökologischen Vorrangflächen und deren Ausgestaltung.

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