Initiative Tierwohl sucht neue Partner

31.07.2015

Neue Partner gesucht

Bonn. Die Initiative Tierwohl will ihre Finanzierungsgrundlage mit Hilfe neuer Partner ausweiten, damit auch die Landwirte auf der Warteliste von dem System profitieren können. Wie der Pressesprecher der Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung, Dr. Patrick  Klein, erklärte, will man dabei neben weiteren Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) unter anderem auch die Systemgastronomie ins Visier nehmen. Der Marktanteil der bislang teilnehmenden LEH-Unternehmen beläuft sich laut Klein bereits auf 85 %. Zurzeit profitierten jährlich etwas mehr als 2 000 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt rund 12 Millionen Schweinen von der Initiative Tierwohl. Bezogen auf die Zahl der Schweineschlachtungen in Deutschland 2014, wären das etwa 20 %. Weitere gut 2 500 registrierte Betriebe mit 13,5 Millionen Schweinen stehen Klein zufolge noch auf der Warteliste. Der Jahresetat 2015 für die Zahlung des Tierwohlentgelts für die Schweinehalter liege bei 52 Mio. Euro. Um auch die Landwirte auf der Warteliste einzubeziehen, müsste das Budget allerdings auf schätzungsweise 100 Mio. Euro aufgestockt werden, betonte der Pressesprecher. ­Außerdem seien im laufenden Jahr Liquiditätssicherheiten von rund 5 Mio. Euro gebildet worden, um eventuelle Schwankungen am Schweinemarkt abfedern zu können.

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