Initiative Tierwohl: ProVieh steigt aus

04.11.2016

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Bonn. Nach dem Deutschen Tierschutzbund hat als letzte Tierschutzorganisation auch „ProVieh“ die Mitarbeit im Beraterausschuss der Initiative Tierwohl (ITW) aufgekündigt. Vom ursprünglich erarbeiteten Tierwohlkonzept bleibe kaum noch etwas übrig, kritisierte
das Gründungsmitglied der ITW in einer Stellungnahme. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, betonte ProVieh-Vorstands­mitglied Udo Hansen. Doch spiele beispielsweise der ungekürzte Ringelschwanz als wichtigster Tierwohlindikator bei der ITW keine Rolle mehr. Zudem werde die Bereitstellung von Raufutter, ursprünglich als Pflicht geplant, nur zur Wahl gestellt. Andere Tierwohlmaßnahmen wie Auslauf ins Freie würden voraussichtlich ab 2018 nicht mehr bonitiert.


Das Ausscheiden der Tier­schützer wurde von der ITW bedauert. Deren Geschäftsführer, Dr. Alexander Hinrichs, erklärte, man hätte sich gewünscht, dass ProVieh weiter an der Gestaltung der Initiative mitarbeite „und sich nicht aus der Verantwortung für einen machbaren Wandel zieht“. Der plötzliche Richtungswechsel sei irritierend, da noch vor Kurzem zusammen mit ProVieh die Weiterentwicklung der Initiative erörtert worden sei.

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