Initiative Tierwohl: Finanzprobleme dementiert

28.09.2015

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Bonn. Die Initiative Tierwohl hat einem Pressebericht der „Süddeutschen Zeitung“ über ihre angeblich angespannte Finanzlage und einem heftigen Streit unter den Systempartnern widersprochen. „Die Initiative Tierwohl hat kein Finanzproblem“, erklärte die Trägergesellschaft in einer Pressemitteilung. Durch die Erweiterung des Kreises der einzahlenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels um einen weiteren Partner sei unlängst sogar ein wichtiger Schritt zur Vergrößerung des zur Verfügung stehenden Finanzvolumens getan worden.


Die teilnehmenden Handelsunternehmen führten mehr als 85 Mio. € im Jahr an den Fonds der Initiative ab. Nach Angaben der Trägergesellschaft haben alle Landwirte, die bereits zur Initiative zugelassen sind, einen verbrieften Auszahlungsanspruch. Für diejenigen, die bislang nicht zum Zuge gekommen seien, gebe es aber weder einen Rechtsanspruch noch eine Garantie auf Teilnahme. Daher könne gar keine Finanzlücke im bilanziellen Sinn entstehen.
Bei den gegenwärtigen Gesprächen mit den Partnern gehe es um eine Weiterentwicklung des Systems. Dabei werde auch die Frage behandelt, wie die Initiative Tierwohl möglichst vielen Betrieben, die sich zurzeit auf der Warteliste befinden, eine Teilnahme ermöglichen kann. Ziel sei es, „zeitnah“ eine Lösung zu erarbeiten. In solch einem Diskurs seien unterschiedliche Meinungen völlig normal; einen Streit gebe es jedoch nicht.


Interessantes Detail: Die agrarpolitische Sprecherin der bayerischen Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Gisela Sengl, nahm die Diskussion prompt zum Anlass, gesetzliche Regelungen anstelle von freiwilligen Maßnahmen zum Tierwohl zu fordern. „Allein mit Freiwilligkeit hat der Tierschutz bei uns noch nichts gewonnen“, so Sengl. Tierhaltung brauche „Stoppschilder“.

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