Initiative für Umgang mit dem Wolf

30.10.2018

© Sabine Rübensaat

Berlin. Sachsen hat gemeinsam mit Niedersachsen und Brandenburg eine Bundesratsinitiative für einen konsequenteren Umgang mit dem Wolf angestoßen. In dem Entschließungsantrag, der in die Fachausschüsse überwiesen wurde, fordern die drei Länder unter anderem eine Erweiterung des Bundesnaturschutzgesetzes, um die Spielräume des europäischen Rechts auch in Deutschland zu nutzen. Darüber hinaus soll der Erhaltungszustand der mitteleuropäischen Flachlandpopulation von Wölfen über ein international abgestimmtes Monitoring jährlich neu bewertet werden. Dabei soll auch die Möglichkeit der Bestandsregulierung erwogen werden. Nicht zuletzt ist der Antrag auf eine bessere finanzielle Unterstützung der Nutztierhalter beim Schutz ihrer Tiere gerichtet. 

 

Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt hatte den Bund im Vorfeld zu mehr Unterstützung aufgefordert, auch um die Akzeptanz für den Artenschutz zu erhalten. Sicherheit und der Schutz von Menschen müssten vor Artenschutz gehen, betonte der Minister. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus unterstützte den Antrag im Grundsatz, stellte aber fest, dass noch zu mehreren Punkten Beratungsbedarf bestehe. Er empfahl den Ausschüssen, sich auf die Aspekte zu beschränken, die vom Bund bislang noch nicht aufgegriffen wurden. Während die Bauern und der Jagdverband die Stoßrichtung des Antrags begrüßten, kritisierten Umweltschützer eine zu starke Fokussierung auf die Entnahme von Wölfen. 

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