Infrastruktur

11.09.2018

© Sabine Rübensaat

Bonn. Der Zugang von Unternehmen zu neuen Mobilfunktechnologien wie 5G hat eine große volkswirtschaftliche Bedeutung und muss deshalb zu vertretbaren Konditionen möglich sein. Das hat der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, vor Journalisten betont. Gleichzeitig kritisierte Mundt den eingeschränkten Konkurrenzkampf unter den Netzanbietern, der seiner Ansicht nach für den schleppenden Breitbandausbau mitverantwortlich ist. „Dass die LTE-Verbreitung in Deutschland so gering ausgeprägt ist, ist sicherlich auch eine Frage von Wettbewerb. Den Fehler sollten wir bei 5G mit Sicherheit nicht machen“, so Mundt.

 

Der Kartellamtspräsident stellte verschiedene Ansätze vor, um diesbezügliche Zugangsmöglichkeiten zu schaffen. Eine davon sei das nationale Roaming, bei dem sich Mobilfunkgeräte automatisch in das stärkste Netz am jeweiligen Standort einbuchen. Eine weitere Möglichkeit böten Mobilfunkdiscounter (MVNOs) und Dienstanbieter. Sie böten Zugang zu den Netzen, ohne dass die Verbraucher dabei eine Abhängigkeit zu den Betreibern eingehen müssen. Mundt stellte aber auch klar, dass stärkere Investitionsanreize für die Netzbetreiber gesetzt werden sollten. Ohne 5G-Netze brauche man schließlich über Wettbewerb gar nicht zu sprechen. 

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