Informationsökonomie: Ungenutztes Kapital

17.11.2014

Logo © Die Lebensmittelwirtschaft

Viele Verbraucher sind von der Informationsfülle auf den Lebensmitteletiketten überfordert, das belegt eine Studie Georg-August-Universität Göttingen.

Berlin. Viele Verbraucher nutzen die verfügbaren Informationen zur Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln kaum oder sind von der angebotenen Datenfülle sogar überfordert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, in der Wissenschaftler um Prof. Achim Spiller von der Georg-August-Universität Göttingen im Auftrag des Vereins „Die Lebensmittelwirtschaft“ die Verbrauchermeinung zum bestehenden Transparenzangebot der Ernährungswirtschaft untersucht haben. Wie Vereinsgeschäftsführer Stephan Becker-Sonnenschein vergangene Woche bei der Vorstellung der Ergebnisse erklärte, zeigt die Studie, dass nur eine Minderheit aktiv mehr Transparenz fordert. Deshalb müssten sich die Akteure die Frage stellen, ob ein Mehr an Detailinformationen zu mehr Transparenz oder zu mehr Verunsicherung beitrage. „Transparenz sollte komplexe Zusammenhänge erklären und Sinn und Vertrauen stiften“, betonte Becker-Sonnenschein.

Diese Interpretation der Studienergebnisse stieß bei der verbraucherpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Elvira Drobinski-Weiß, auf Widerspruch. Auch die Verbraucherorganisation foodwatch kritisierte die Sichtweise des Vereins und warf ihm vor, Ergebnisse „zu verzerren“.

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