Herz für die Hirten

24.10.2018

© Sabine Rübensaat

Mit seiner Herde war Schäfermeister Knut Kucznik schon eine Woche vor dem Schäferfest auf das Tempelhofer Feld gezogen und führte viele Gespräche mit den Berlinern. Aus Hessen waren Susanne Kuhnert und Hans-Jürgen Rindt angereist, aus dem Sauerland Wigbert Wagner (Foto oben rechts v. l.).

Die Schäferei kann die hohen Kosten ihrer naturnahen Tierhaltung schon lange nicht mehr am Markt decken. Die Leistungen der deutschen Hirten für Natur, Umwelt und Kultur werden aber auch trotz staatlicher Beihilfen nicht auskömmlich entlohnt. Nachdem der Bundestag im Sommer dieses Jahres die Einführung einer Weidetierprämie abgelehnt hat (siehe auch Bauernzeitung Heft 43, Seite 3), fordern die Schäfer jetzt ein nationales Förderprogramm. Viele gesellschaftliche Akteure unterstützen das Anliegen der Schäfer, darunter 30 Verbände, mehr als 120.000 Unterzeichner einer Petition sowie die meisten Fraktionen des Bundestages.

 

Ein Stück Hirtenkultur ins Herz der deutschen Hauptstadt zu tragen war das Anliegen des Schäferfestes am vergangenen Sonntag auf dem Tempelhofer Feld. Dort wurde ein umfangreiches Programm geboten, um über die Situation der Schäfer zu informieren. Zugleich stellten Direktvermarkter ihre Erzeugnisse vor. Die Aktion wurde getragen vom Bundesverband der Berufsschäfer e.V. in Kooperation mit dem Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor e. V. 

 

Schäfer aus mehreren Bundesländern gaben Einblick in ihre Arbeit und machten vor einem sichtlich interessierten Publikum auf ihre Sorgen aufmerksam. Leider hatten keine prominenten Politiker den Weg zum Tempelhofer Feld gefunden. Dafür suchten zwei Tage vorher mit Dr. Kirsten Tackmann und Dr. Gesine Lötzsch zwei Abgeordnete der Linken im Bundestag das Gespräch mit Schäfermeister Knut Kucznik.

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