Gutes besser nutzen

26.04.2018

© Sabine Rübensaat

Die Landwirtschaftsminister der EU-Mitgliedstaaten haben das Ziel bekräftigt, die Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Bei ihrem Treffen in Luxemburg erneuerten die Ressortchefs ihre diebezügliche Zusage vom Juni 2016.

 

Die EU-Länder hatten sich dabei einer verstärkten Bekämpfung der Verschwendung von Nahrungsmitteln in der Verarbeitung und beim Verbraucher verschrieben. Die Delegationen präsentierten nun die in ihren Ländern erzielten Fortschritte. Als problematisch werteten sie es, dass weltweit etwa ein Drittel der Lebensmittel verschwendet werde. In diesem Zusammenhang forderten sowohl EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis als auch Bulgariens Landwirtschaftsminister Rumen Porodzanov als derzeitiger Ratsvorsitzender, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 stärker auf diese Problematik auszurichten. Das Europaparlament steht hinsichtlich der Vermeidung von Lebensmittelabfällen ebenfalls zum Halbierungsziel bis 2030. In einer aktuellen Resolution fordert es sogar, die Lebensmittelabgänge bereits bis 2025 um 30 % zu senken.


Darüber hinaus haben sich die  EU-Agrarminister zu weiteren Themen verständigt:

Vorschriften gegen unlautere Handelspraktiken. Die von der Europäischen Kommission vor zwei Wochen vorgeschlagenen Ideen wurden weitestgehend gebilligt. Sie sehen vor, vor allem kleine und mittlere Lebensmittelunternehmen innerhalb der Lebensmittelkette zu schützen.


EU-Agrarkommissar Phil Hogan erklärte, dass für ihn vor allem der Schutz der Landwirte als elementares Glied der Lebensmittelkette besonders wichtig sei. Der irische Kommissar begrüßte die Unterstützung aus den Mitgliedstaaten und zeigte sich zuversichtlich, mit ihnen zeitnah eine Einigung erzielen zu können. In dieser Woche wollen die Vertreter der Mitgliedstaaten bereits im Sonderausschuss Landwirtschaft (SAL) über die Kommissionsvorlage beraten. Zudem sind für den 30. April sowie den 23. Mai dazu Treffen von Arbeitsgruppen geplant.



Schweinepest. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hat die Mitgliedstaaten der Europäischen Union an ihre Verpflichtungen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erinnert. Sie sollten ihre eigenen Anstrengungen verstärken, anstatt von der Kommission noch mehr Maßnahmen zu erwarten. Der Litauer wies erneute Forderungen einiger Ressortchefs nach mehr finanziellem Einsatz von Brüsseler Seite zurück. Er stellte fest, dass die Kommission bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen und seit dem Jahr 2013 rund 50 Mio. € für die Seuchenbekämpfung in die Hand genommen habe.

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