Gute Zukunft für Biokraftstoffe

29.01.2018

© Sabine Rübensaat

Straßburg. Im Hinblick auf die gewünschte Emissionsreduzierung im Straßen- und Schienenverkehr setzt das Europäische Parlament verstärkt auf fortschrittliche Biokraftstoffe.

 

Der Anteil von Biotreibstoffen der „zweiten Generation“ – dazu zählen abfallbasierte Kraftstoffe und solche nichtbiologischen Ursprungs sowie erneuerbare Elektrizität – soll nach der Entscheidung des Plenums im Jahr 2021 mindestens 1,5 % erreichen und bis 2030 auf 10 % in jedem Mitgliedstaat steigen.

 

Zudem votierten die Europaabgeordneten für ein Verbot der Verwendung von Palmöl bei der Herstellung von Biokraftstoffen ab 2021. Während das Parlament die Gewinnung von Treibstoffen aus Agrarrohstoffen, die als Nahrungs- oder Futtermittel taugen, klar begrenzen will, soll der Anteil der im Verkehr insgesamt verbrauchten Biokraftstoffe bis zum Jahr 2030 aber auf 12 % steigen.

 

Der Beitrag des derzeit gängigen Biodiesels und Bioethanols soll dabei nach dem Willen der Europaabgeordneten auf dem Niveau von 2017 gedeckelt werden, wobei der Anteil je nach Mitgliedsland bis zu 7 % betragen darf. Die Abgeordneten votierten zudem für einen Anteil erneuerbarer Energien von 35 % bis 2030. Der Ministerrat hat andere Ansichten. Eine Einigung muss nun über die Trilogverhandlungen von EU-Kommission, Rat und Parlament erzielt werden.

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