Gute Nachrichten für Energiebauern

03.01.2018

© Sabine Rübensaat

Am Ende herrschte dann doch Einigkeit auf dem Ratstreffen in Brüssel: Eine schrittweise Steigerung des Anteils regenerativer Energien am Gesamtenergieaufkommen soll es geben. Für 2020 ist auf der Basis früherer Einigungen bereits ein Anteil von 20 % festgeschrieben. Ab dann sollen die Mitgliedstaaten sowie die EU als Ganzes von den verbliebenen Prozentpunkten 20 % bis 2023, 40% bis 2025 und 60 % bis zum Jahr 2027 erreichen. Mit Blick auch auf die Nutzung von Biokraftstoffen wurde vom Rat vereinbart, dass bis 2030 insgesamt 14 % der Treibstoffe im Verkehr aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Dabei ist ein Anteil von 3 % für Biotreibstoffe der zweiten Generation vorgesehen, wobei diese doppelt angerechnet werden. Für Biokraftstoffe der ersten Generation soll weiter eine Beimischungspflicht von bis zu 7 % möglich sein. Ökostrom zum Betrieb von Elek-troautos soll auf die Quote angerechnet werden.


So gut dies alles zunächst einmal klingt, so ist der Rat mit seiner Zielsetzung doch deutlich hinter den Forderungen des Europaparlaments geblieben. Die Abgeordneten wollten den Ausbau von Ökoenergie eigentlich schneller vorantreiben und bis 2030 einen Anteil von 35 % erreicht sehen.


Außerdem hatte sich das Parlament dafür ausgesprochen, die Verwendung von auf Nahrungsmitteln basierenden Biokraftstoffen bis zum Jahr 2030 auslaufen zu lassen. Die betreffenden Gesetze sind Teil eines Pakets, das die EU-Kommission vor einem Jahr vorgelegt hat. Es sollte dazu beitragen, dass die EU im Jahr 2030 mindestens 40 % weniger an Klimagasen produziert als 1990.


Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Rainer Baake, bezeichnete die Einigung dennoch als „Meilenstein“. Besonders begrüßte der Grünen-Politiker die „verlässlichen Zwischenschritte“. Auch die betroffenen Branchenverbände zeigten sich weitgehend zufrieden. Umweltschützer hingegen übten Kritik an den aus ihrer Sicht zu niedrigen Zielwerten.

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