Grünlandschutz: Entwurf auf dem Tisch

27.04.2015

© Sabine Rübensaat

Grünland

Berlin. Vorschriften zur Erhaltung von Dauergrünland enthält der Verordnungsentwurf zur Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung, den das Bundeslandwirtschaftsministerium jetzt vorgelegt hat. Im Detail geregelt wird die Umsetzung der EU-Vorgaben für den Fall, dass der Dauergrünlandteil um mehr als 5 % gegenüber dem Referenzanteil abnimmt. In erster Linie sollen diejenigen Landwirte rückumwandeln müssen, die entgegen der Genehmigungspflicht umgebrochen haben. Sollte das nicht ausreichen, sind auch Landwirte zur Rückumwandlung verpflichtet, die vorschriftsgemäß Dauergrünland umgenutzt haben.


Unterdessen warf der Deutsche Bauernverband (DBV) der Europäischen Kommission vor, die Regeln für Dauergrünland geändert zu haben und damit die Zukunft von Agrarumweltprogrammen, Wasserkooperationen, Vertragsnaturschutz und Umwelt- und Naturschutzprogrammen zu gefährden. Der DBV liest die Vorgaben dahingehend, dass Flächen, auf denen Landwirte solche Programme freiwillig durchführen, nach den Vorstellungen der EU-Kommission ihren Status als Ackerland verlören. „Bei den Landwirten führt dies zu einem fundamentalen Vertrauensverlust in den kooperativen und freiwilligen Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz“, erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken in einem Brief an die Agrarministerien der Bundesländer.

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