Grüner Minister gefährdet Kleinbauern

28.03.2013

zwei Schweine an der Futterrinne

 

Hannover. Die vom niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer geplante Maßnahme, für Schweineställe ab 2 000 Tieren eine Abluftreinigung vorzuschreiben, wird nach Einschätzung des Landvolks Niedersachsen vor allem kleine und mittlere Familienbetriebe treffen. Der Landesbauernverband sprach Ende März von einer „schweren Hypothek“ für diese Höfe. Nicht nur der Einbau, sondern auch der Betrieb dieser Technik bürde den Betrieben zusätzliche Kosten auf, die bei den derzeitigen Markterlösen nicht zu bewältigen seien. Für jedes Mastschwein müssten allein für Investition und Betrieb der Abluftwäscher mindestens 5 Euro bis 7 Euro einkalkuliert werden. Dies fresse in guten Zeiten einen Löwenanteil des Gewinnes je Mastschwein auf; bei schlechten Marktpreisen bleibe der Mäster auf diesem Betrag sitzen, gab der Verband zu bedenken. Er sieht daher die Gefahr, dass gerade kleinere Betriebsleiter sich dem Zwang zu weiteren Auflagen durch den Ausstieg aus der Landwirtschaft entziehen. „Minister Meyer stellt ausgerechnet den Betrieben ein Bein, die er eigentlich fördern möchte“, stellte Landvolk-Präsident Werner Hilse fest.

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