Glyphosatverbot: Entscheidung verschoben

25.09.2015

Herbizidspritzung © Sabine Rübensaat

Brüssel. Die Europäische Kommission beabsichtigt, die Entscheidung über die Neuzulassung des Herbizidwirkstoffs Glyphosat um sechs Monate hinauszuschieben. Wie ein Kommissionssprecher vergangene Woche bestätigte, wird ein entsprechender Gesetzesvorschlag demnächst vorgelegt. Die Kommission habe eine gesetzliche Verpflichtung, die Zulassung eines Wirkstoffs zu verlängern, wenn die Gründe für die Verzögerung des Zulassungsverfahrens außerhalb der Kontrolle des Antragstellers liegen. Das sei hier der Fall.


Die Verschiebung ist nach Auffassung der EU-Kommission nötig, da sich das Bewertungsverfahren wegen neuer Erkenntnisse verzögert, insbesondere wegen des Berichts der internationalen Krebsforschungsagentur (IARC), die den Wirkstoff als „wahrscheinlich krebserregend“ einstuft. Die Studie sei erst Ende Juli 2015 verfügbar gewesen und werde derzeit von den Mitgliedstaaten und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geprüft, erklärte der Sprecher.


Nachdem die EFSA ihre Schlussfolgerungen gezogen hat, benötigen dann die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten noch Zeit, das Risikomanagement zu diskutieren, um sich für eine Erneuerung der Zulassung oder eine Nichtgenehmigung zu entscheiden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr