Glyphosat: Klare Mehrheit für Neuzulassung nötig

28.07.2017

© Sabine Rübensaat

Brüssel. Die Europäische Kommission wird eine Neuzulassung des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Glyphosat nicht vornehmen, sollte es keine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten dafür geben. Wie EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis beim Agrarrat am Montag vergangener Woche (17.7.) gegenüber den Landwirtschaftsministern in Brüssel erklärte, soll mit dieser Vorgehensweise sichergestellt werden, dass die Verantwortung für eine Neuzulassung des Herbizidwirkstoffs gemeinsam getragen wird. Gleichzeitig betonte der Litauer, dass er Glyphosat nicht für krebserregend halte. Er verwies auf die Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA). Zudem sei eine Reihe weiterer Behörden weltweit, unter anderem in Kanada, Australien, Neuseeland und Japan, ebenfalls zu dem Urteil gelangt, dass Glyphosat nicht krebserregend sei, stellte der ­Gesundheitskommissar fest. Agrarkommissar Phil Hogan bestätigte, dass die Aussage von Andriukaitis die Haltung der gesamten EU-Kommission widerspiegle. Allerdings wollte Hogan sich nicht ­ausmalen, was passiert, sollte es kein positives Votum der EU-Staaten geben. 

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