Glyphosat: Zulassungsbeschluss erneut vertagt

15.11.2017

© Sabine Rübensaat

Brüssel. Die Abstimmung über die Wiederzulassung des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Glyphosat hat erneut zu keiner Entscheidung geführt. Im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) des Rates fand sich wieder keine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten für oder gegen eine Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffs.


Der zur Abstimmung stehende Vorschlag der Europäischen Kommission sah eine Verlängerung der Zulassung um fünf Jahre vor. Teilnehmerkreisen zufolge sprachen sich 14 EU-Staaten für eine Zulassung des Wirkstoffs aus, darunter das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Ungarn. Dagegen stimmten neun Mitgliedsländer; zu ihnen gehörten Frankreich, Italien und Österreich. Enthalten haben sich fünf Staaten, darunter Deutschland und Polen. Die Länder, die eine weitere Zulassung von Glyphosat befürworteten, repräsentieren etwa 37 % der gesamten EU-Bevölkerung. Die Staaten, die gegen die Zulassung stimmten, brachten es hier auf einen Anteil von 32,3 %, während die sich enthaltenden Länder 30,8 % der Bevölkerung der Gemeinschaft auf sich vereinigen.


Die EU-Kommission will nach Auskunft einer Sprecherin nun Ende November den Vermittlungsausschuss des SCoPAFF um eine Entscheidung anrufen. Angepeilt ist ein Treffen am 27. oder 28. November. Die geltende Zulassung läuft am 15. Dezember aus.

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